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Epilepsie beim Hund:
Es passiert ohne Warnung. Mein Hund Belgian leckte meine Hand ab als ich am Sofa saß.
Im nächsten Moment verlor er die Kontolle über sein Hinterteil und fiel bewußtlos auf die Seite.
Seine Lippen krümmten sich über die Zähne, seine Pfoten verkrampften sich, dann erstarrte er.
Er warf seinen Kopf unkontrolliert herum. Es erschien mir wie eine Ewigkeit, aber es dauerte nur
2 Minuten bis sich sein Körper wieder entspannte. Eine Stunde lang erschien er erschöpft und
desorientiert. Auch ich war erschrocken, hatte ich noch nie bevor so einen Anfall miterlebt.
Etwas später benahm sich der Hund so, als ob nie etwas passiert wäre. Mein Hund ist glücklich.
Seine Anfälle sind kurz und haben längere Abstände. Andere Hunde sind nicht in so einer glücklichen
Lage. Die Anfälle können auch sehr schwer und sehr häufig sein. In extremen Fällen, wo die Anfälle
nicht mehr kontrollierbar sind, muß man sogar daran denken, den Hund einschläfern zu lassen.
Epilepsie kommt bei allen Rassen vor, auch bei Mischlingen. Eine Studie ergab, daß 5 - 5,7% der
untersuchten Tiere epilept. Anfälle hatten. Der Verdacht liegt nahe, daß auch ein genetischer
Faktor die Epilepsie vererben kann. Es gibt 2 Typen von Epiliepsie:
1. Die genetisch vererbte Epilepsie. Es gibt keine positiven diagnostischen Ergebnisse, die diese
Diagnose untermauern. Der erste Anfall findet meistens zwischen dem 6. Monat und dem 5. Jahr
statt. Eine Diagnose für diese 1. Form der Epilepsie ist kein Beweiß für einen genetischen
Deffekt, nur sehr sorgfälltige Zuchtstudien können dies beweisen.
2. Diese Form der Epiliesie bezieht sich auf Anfälle, wo die Ursache bestimmt werden kann.
Und davon gibt es zahlreiche. Bei Hunden, die jünger als ein Jahr sind, können die häufig
verkommenden Anfälle in folgende Ursachen eingeteilt werden: Degeneration, Entwicklung,
Vergiftung, Infektionen, Stoffwechselstörungen, Ernährungsdeffekte und traumatische Ursachen.
Bei Hunden, bei denen der erste Anfall zwischen 1 und 3 Jahren auftritt, ist meist ein genetischer
Faktor Auslöser für diese Erkrankung. Medizinische Behandlung ist bei Tieren erforderlich, die 1
bis 2 Anfälle pro Monat haben. Tierärztliche Betreuung ist unbedingt erforderlich. Die Eingabe
der Medikamente erfordert vom Hundehalter absolut konsequente Verabreichung, sie müssen genau
nach Vorschreibung verwendet werden. Alternative Therapien wie Akupunktur oder Vitamin Therapien
haben im Zusammenhang mit medikamentöser Behandlung zu großen Erfolgen geführt.
(Alicia Wiersma- Aylward, übersetzt und gekürzt von Edith Hirschlinger)
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