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  Karl Pleininger
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 Trotzallem was wir schon wissen - einfach zum nachdenken...
  Training macht den Hund und den Hundebesitzer fit.
  Streß! Er ist überall in diesen Tagen - im Beruf, in unseren Beziehungen sowie auch im Zusammen-
  leben mit unseren Tieren. Dies ist eine Tatsache. Viele Hunde leiden unter dem stressigen Lebensstil, 
  den sie durch uns erfahren. Leider leben die meisten Hunde in einer nicht artgerechten Weise, wenn 
  man berücksichtigt, was sie von ihren Vorfahren geerbt haben. Der Tagesplan von den meisten 
  Hundebesitzern beinhaltet für ihren Hund viele Stunden der Einsamkeit. Dabei ist der Hund von Natur 
  aus ein geselliges Tier, der bei jeglicher Gelegenheit mit anderen toben oder umherstreifen will. Sein 
  meist unausgefülltes Leben verursacht ihm Streß. Viele Hundebesitzer wollen dies jedoch nicht 
  wahrnehmen.Sie beobachten ihren "Sofahund", der den ganzen Tag irgendwo im Haus oder im Garten 
  herumliegt und denken: "Ich möchte es auch so gut haben wie er!" Aber das ist nicht die Lebenserfüllung 
  für den Hund, die er ursprünglich hatte. Die Frage stellt sich, wie können wir unserem Hund, der 
  normalerweise ein leidenschaftliches Leben führen will, genug Ausgleich geben?
  Einer der besten Wege ist, mit ihm zu spielen. Wenn der Hund nicht genügend Bewegung hat zum 
  entstressen, wird er selbst einen Weg finden, das zu tun. Das Tier wird z.B. ausdauernd an seiner Rute 
  oder an anderen Teilen seines Körpers kauen oder schlecken, oder er lebt seine Frustration im häuslichen 
  Bereich aus - unglücklicherweise erregen ihre Taten dann beim Menschen selten Freude. 
  Hunde brauchen eine Aufgabe. Sie können weder Fernsehen, noch ein Buch lesen oder mit Freunden 
  telefonieren. Sie können sich selber verstümmeln, endlose Löcher in die Erde graben, auf die Tapete 
  pinkeln, und sich eine Menge unakzeptabler, destruktiver Gewohnheiten aneignen. 
  Eine Lösung des Problems liegt in regelmäßigem Ausgleich. Wichtig ist, eine Aktivität zu finden, die den 
  Hunden und deren Besitzern Spaß macht. Trainings und Spielprogramme können die verschiedensten 
  Formen haben und können an den Lebensstil des Besitzers angepaßt werden. Es ist jedoch keine gute 
  Idee, ein Trainingsprogramm plötzlich zu starten:z.B. nur an den Wochenenden 10-km-Läufe zu 
  unternehmen. Der Beginn muß langsam sein mit einem Minimum an Anstrengung. Der tierärztliche Rat 
  ist bei einem geplantem Trainingsprogramm zu beachten: 
  ist der Hund älter, oder übergewichtig oder hat er andere gesundheitliche Probleme. 
  Hier sind einige Empfehlungen von Vet. Med. Michael j. Huerkamp:
   1) Laufen sie nicht zu lange Distanzen mit sehr kleinen oder sehr großen Hunden. Viele kleine Rassen,
       wie Chihuahuas, Pudel etc. sind für Gelenksverletzungen anfällig. Die kurznasigen Hunde haben leicht
       Atmungsprobleme bei Überforderungen.
   2) Der ideale Laufpartner ist ein mittelgroßer Hund, zw. 15 und 35 kg, der älter als ein Jahr ist. 
       Greyhounds, Retriver, Pointer und Huskies sind die besten Läufer. 
   3) Füttern sie den Hund nicht vor dem Laufen. Magendrehungen sind nicht selten Folgen von falscher 
       gewählter Zeit für viel Bewegung.
   4) Laufen sie nie mit alten, gebrechlichen , fettleibigen oder sehr jungen Hunden. Sie können die 
       Anstrengung von langen Läufen nicht verarbeiten.
   5) Fordern sie den Hund niemals über seine Leistungskapazität hinaus.
   6) Der Hund soll während des Laufes ständig beobachtet werden. Bei unregelmäßiger Atmung, oder 
       wenn der Hund plötzlich nicht mehr Schritt halten kann, muß eine Pause eingelegt werden.
   7) Verhindern sie Pfotenverletzungen, indem der Hund z.B. nur auf heißem Alphalt laufen muß.
       Achten sie auf andere Verletzungsmöglichkeiten: Glasscherben etc. 
   8) Der Hund braucht vor und nach dem Lauf Wasser. (nicht unmittelbar)

 Überhitzung kann für den Hund ein großes Problem werden, weil Hunde nur über ihr Pfotenenden 
 schwitzen und nur über das Hecheln  abkühlen. Auch In-line-Skating ist nicht ungefährlich. Für diesen 
 Sport muß der Hund über einen Grundgehorsam verfügen. Starten sie langsam mit steigender Routine. 
 Am besten startet man mit einem 15-minütigem Programm: joggen, oder wandern, 3 - 4x pro Woche. 
 Das Training wird dann langsam auf 30 Minuten erhöht. Machen sie vorher auch ein kurzes 
 Aufwärmprogramm (z.B. Ballspielen) und dann ein "Cool-down-Programm", um Muskelverspannungen 
 etc. zu vermeiden. Ein gutes Übungsprogramm soll Spaß für Hund und Besitzer bringen. Wenn kein 
 Spaß dabei ist, muß man etwas ändern. Der Schlüssel dabei ist die Freude, und den Hund und sich 
 selber in Form zu bringen.
                                                                                                       (übersetzt aus DOG World 97)